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Amateurstatistiken

Kultfiguren des Amateurfußballs |10.04.2015|11:15

Hans-Peter Biallas: Denker, Lenker und Wühler

Eine Kultfigur des Hamburger Amateurfußballs: Hans-Peter Biallas (71). [Foto: Byernetzki]

"Wer Kritik übt, kann vielleicht auch einmal etwas verändern", dachte sich Hans-Peter Biallas vor knapp 30 Jahren. Dieser Gedanke verleitete den heute 71-Jährigen dazu, Beisitzer im Jugend-Lehrausschuss des Hamburger Fußball-Verbandes zu werden. Er wollte anpacken und verändern - und hat es getan.

Mit zehn Jahren fing Hans-Peter Biallas an Fußball zu spielen. Damals noch beim TSV Stellingen, für den er im Alter von 15 Jahren auch eine Ausbildung zum Schiedsrichter absolvierte. Sein erstes Spiel konnte er "mit Hilfe von Zuschauern dann auch einigermaßen leiten", erinnert er sich. Privat stand nach der Schule die Ausbildung an und er hörte als Spieler auf.

"Eine Entscheidung, die mein Leben über 40 Jahre bis heute prägte und noch weiterhin prägen wird"

1970 zog Biallas nach Marmstorf, parallel dazu entstanden dort viele Neubaugebiete, wodurch für den ortsansässigen Verein SV Grün-Weiß Harburg v. 120 e.V. eine Phase des schnellen Wachstums begann. Ein ehemaliger Nachbar sprach ihn an und bat ihn, Betreuer einer Jugendmannschaft zu werden. 1971 nahm er das Angebot an und entschied sich für den Verein. "Das war eine Entscheidung, die mein Leben über 40 Jahre bis heute prägte und noch weiterhin prägen wird", sagt Hans-Peter Biallas dazu.

Wenn der Trainer aufhört

Kurze Zeit später, nachdem er Jugendbetreuer wurde, übernahm er auch den Trainerposten, da der bisherige Coach keine Zeit mehr hatte. "Was blieb mir übrig? Eine Mannschaft ohne Trainer, aber als Betreuer zu begleiten, ohne, dass die Jungs Training bekamen? Nein! Das ging mir gegen den Strich!", blickt Biallas zurück. Bereits ein Jahr später (1972) übernahm er erstmals Aufgaben im Hamburger Fußball-Verband (HFV) als Beisitzer im Hallenausschuss. Im selben Jahr wurde der heute 71-jährige zudem stellvertretender Jugendleiter, ehe er im selben Jahr Jugendleiter bei Grün-Weiß Harburg wurde.

Innerhalb der ersten sechs Jahre baute Hans-Peter Biallas die Jugendabteilung in der Sparte Fußball von neun auf 21 Mannschaften aus. Zudem richtete er während seiner Amtszeit zusammen mit dem Verein jährlich an Ostern, Pfingsten und im Winter mehr als zwanzig Turniere für fast alle Jugendmannschaften aus. Von 1974 bis 1976 übernahm er in Personalunion zusätzlich den Posten des Vereinsjugendleiters. Für diese zwei Jahre ließ Biallas das Traineramt ruhen, ansonsten trainierte er immer diverse Jugendmannschaften des Vereins und absolvierte diverse Lehrgänge beim HFV, um sich fortzubilden. „Bereits nach der ersten Unterrichtseinheit wurde mir bewusst, welche Fehler ich in meiner bisherigen Trainingsarbeit mit den Kindern gemacht hatte", so Biallas, der damit unterstreicht, wie wichtig eine fachliche Trainerausbildung ist.

Nachdem er 1985 seine Tätigkeiten bei GW Harburg niedergelegt hatte, bekam er diverse Anrufe von Vereinen, die ihn als Mitarbeiter gewinnen wollten. „Zwei Vereine waren sogar dabei, die ihre Jugendleiter entlassen wollten. Ich sollte dann deren Position übernehmen.“ Bis auf ein Angebot vom FSV Harburg zum Aufbau einer U19-Mannschaft kam für ihn kein Angebot infrage. Eigentlich hatte er vor zu pausieren, doch er nahm das Angebot des FSV Harburg an. „Allerdings nur für ein Jahr!“, betont Hans-Peter Biallas heute.

Zum Wohl der Kinder

1987 kam dann der Anruf von Alfred Kosen mit der Nachfrage, ob Biallas nicht im Jugend-Lehrausschuss des HFV mitwirken möchte. Nachdem es zuvor einen Disput zwischen dem Verband und Biallas gab, da sich dieser kritisch öffentlich äußerte, dachte er sich: „Wer Kritik übt, kann vielleicht auch einmal etwas verändern!“ und stimmte nach ein wenig Bedenkzeit zu und wurde Beisitzer im JLA. „Von einer Sitzung im Monat und vielleicht einmal Lehrgangsleitung war die Rede. Heute ist das weitaus mehr!“

In den Folgejahren referierte er bei den Lehrgängen und sprang in den Übernachtungslehrgängen auch mal im sportpraktischen Teil helfend ein. 1995 wurde er dann stellvertretender Vorsitzender des Jugend-Lehrausschusses, ehe er 1997 kommissarischer Vorsitzender und ein Jahr später berufener Vorsitzender zu werden.

Bis heute ist Hans-Peter Biallas Vorsitzender geblieben und sorgte seit der Amtsübernahme zusammen mit dem Verbandssportlehrer Uwe Jahn dafür, dass die Basisausbildung für Betreuer und Trainer mit weiteren Modulen ausgeweitet und optimiert wurden. Mit der DFB-Qualifizierungsoffensive 2002 wurde die Basisausbildung nach dem HFV-Vorbild auch im DFB eingeführt und in den Verbänden installiert. Im selben Jahr wurde Biallas zum DFB-Jugendbildungsbeauftragten benannt.

Zwischenzeitlich wurde seine langjährige Arbeit, die er immer nur zum Wohl unserer Kinder gesehen hat, mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt. So erhielt Hans-Peter Biallas 1999 die silberne HFV-Ehrennadel und 2010 die goldene. 2012 wurde er vom DFB mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet und im Dezember 2014 erhielt er den DFB-Ehrenamtspreis. Außerdem wurde er in den Club 100 vom DFB aufgenommen. Hans-Peter Biallas ist unsere FUSSBALL.DE - Kultfigur der Woche.

Weitere Folgen der Serie:

Teil 34: Frank Schmöller: Der Aufbrauser am Seitenrand

Teil 33: Kein Regionalliga-Tag ohne Bettina Kutscher

Teil 32: Verliebt in Berlin: Ex-Profi Peter Stark und der SC Union 06

Teil 31: Opa Egon: Der älteste Fußballer Hamburgs

Teil 30: Joe Spielhoff: Mehr Horst geht nicht

Teil 29: Traute Wohlers: Die Fußball-Oma aus dem Guinness-Buch

Teil 28: Metin Yildirim: Der Spiel-Macher des VfB Bottrop

Teil 27: Axel Ueckerseifer: Der harte Hund aus Berlin

Teil 26: Maximilian Ulverich: Der Alleskönner

Teil 25: Das Tier Szopinski: Rebellischer als Rehhagel

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