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Serie "Familienbande" |02.09.2015|15:20

Manager Sorg: Business-Welt statt Kreisliga

Oliver Sorg (rechts) spielt in der Bundesliga, Bruder Patrick Sorg nur noch hin und wieder. [Foto: Facebook-Seite SV Inningen, Imago / Collage: FUSSBALL.DE]

Mit zwei Siegen aus den ersten drei Saisonspielen ist der FSV Inningen gut in die neue Saison gestartet. Dabei fehlt dem Augsburger Kreisligisten ein wichtiger Führungsspieler – sein Name ist Patrick Sorg. Der Bruder des Neu-Hannoveraner Bundesligaprofis Oliver Sorg hat leider keine Zeit mehr für seinen Stammverein. Der 29-Jährige arbeitet nämlich inzwischen in der Schweiz, außerdem kommt noch eine ganz andere Verpflichtung hinzu: Am nächsten Wochenende heiratet Patrick Sorg seine langjährige Freundin Felicitas, zur Feier am Bodensee haben sich auch einige seiner bisherigen Mitspieler angesagt.

Offiziell gehört auch Patrick Sorg noch dem Kader des FSV an, sein Portrait und Fotos einiger Spielszenen aus den letzten Jahren laufen auf der Internetseite des kleinen Augsburger Vereins. Aufgewachsen in Engen in der Nähe von Konstanz, war bis ins höhere Jugendlichen-Alter nicht unbedingt klar, welcher der beiden Sorg-Jungs Bundesligaprofi werden und wer in der Kreisklasse kicken würde. „Ich habe früher beim FC Konstanz auch schon etwas höherklassig in der Verbandsliga gespielt, aber irgendwann mit 17 oder 18 Jahren stellt man sich dann die Frage: Soll ich alles riskieren und alles auf eine Karte setzen?“, gab Patrick in einem früheren Interview mit der Augsburger Allgemeinen zu bedenken.

Mit Freiburg Deutscher Meister

Für den Traumverein von Vater Edgar hat es allerdings auch für Oliver (noch) nicht gereicht. „Mein Vater war schon immer Bayern-Fan. Wir schliefen als Buben schon in Bayern-Bettwäsche“, verrät Patrick.

"Wir schliefen als Buben in Bayern-Bettwäsche"

Fußball war das beherrschende Thema in der Familie Sorg. Auch Mutter Dorothea unterstützte immer den Spieldrang ihrer Jungs und "verlor" den jüngeren Sohn schon im Teeniealter. Mit 16 verließ der heute 25-jährige Oliver die Heimat und wechselte zum SC Freiburg. Bei den Breisgauern wurde er 2008 Deutscher A-Jugendmeister und feierte im Januar 2012 sein Profidebüt ausgerechnet gegen den FC Augsburg.

Patrick hingegen entschied sich für eine ordentliche Ausbildung. Nach dem Abi studierte er Global Business Management statt Mannschaftsaufstellungen oder Taktikfinessen. Die akademische Laufbahn führte ihn dabei für ein Jahr nach London und weitere neun Monate nach Amerika, ehe er im Sommer 2014 seine Masterarbeit abschloss. Die Welt und das Leben kann man eben auch anders kennenlernen als über den Fußball.

Die Wege der beiden Sorg-Brüder haben sich so zwar räumlich getrennt, aber die Bindung ging nie verloren. „Wir haben regelmäßig Kontakt und telefonieren mehrmals in der Woche“, nickt Patrick. Dass Bruder Oliver trotz inzwischen 105 Bundesligaspielen und sogar einem Einsatz für die deutsche A-Nationalelf nicht die Bodenhaftung verloren hat und weiß, wo er herkommt, bewies der Rechtsverteidiger immer wieder mit Besuchen in der Heimat. „Als ich letzte Saison noch regelmäßig beim FSV gespielt habe, war Oliver ein paar mal bei uns. Er hat einen engen Draht zum Verein und zur Mannschaft. Es gibt fast keine Eckfahne in Inningen, die er nicht signiert hat“, verriet Patrick der Augsburger Allgemeinen lachend.

Kommt es zum Wiedersehen?

So sehr sie den Sorgs ihren sportlichen oder beruflichen Aufstieg gönnen: In Inningen sind sie natürlich auch ein wenig traurig, dass ihr Spieler mit dem prominenten Nachnamen nur noch formal dem Kader der ersten Mannschaft angehört. „Patrick war sportlich und menschlich ein absoluter Gewinn für uns. Schade, dass er nicht mehr bei uns spielt“ sagt Trainer Salih Yilmaz und führt aus: „Еr war ein Führungsspieler, der für seine Mannschaft die Ärmel aufkrempelt und die anderen mitreißen kann. Abseits des Platzes ist er ein bodenständiger Typ, der sich nie hat anmerken lassen, dass sein Bruder Bundesligaprofi ist. Von seinem Charakter können sich viele andere etwas abgucken.“

Vielleicht gibt es ja in wenigen Wochen schon ein großes Wiedersehen. Am 20. September spielt der FSV Inningen um 13 Uhr daheim gegen die TG Viktoria Augsburg. Um 17.30 Uhr steigt weniger Kilometer weiter die Bundesligapartie FC Augsburg gegen Oliver Sorgs aktuellen Verein Hannover 96...

Weitere Folgen der Serie:

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