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Serie "Familienbande"|22.07.2015|14:00

Vollborn will es auch ohne Bayer schaffen

Durchsetzungsstark: Fabrice Vollborn. [Foto: imago]

Es ist die Position, es ist der Nachname, es sind natürlich und in erster Linie die Gene, die Rüdiger und Fabrice Vollborn verbinden. Beide Torhüter, beide Vollborns, Vater und Sohn. Es kommt ja immer wieder mal vor, dass der Sohn dem Vater nacheifert und dann ebenfalls irgendwann im Profifußball auftaucht.

Aber bei Fabrice und Rüdiger ist es deshalb doppelt außergewöhnlich, weil sie beide diese ganz spezielle Rolle als Schlussmann gewählt haben. Der eine ist heute Torwart beim ambitionierten Südwest-Regionalligisten SV Elversberg. Der andere hat lange die Torhüter des Champions-League-Teilnehmers Bayer 04 Leverkusen trainiert und ist inzwischen Fanbetreuer des Klubs.

"Vom Kopf her brauchte ich einfach mal einen Perspektivwechsel"

Die Geschichten über Rüdiger Vollborn (52) sind ja bekannt: UEFA-Cup-Sieger von 1988, der Erfinder der so genannten Windmühle während des Elfmeterschießen, Junioren-Nationalspieler, DFB-Pokalsieger 1993, Rekordspieler von Bayer 04 Leverkusen mit 401 Einsätzen, eine Legende beim Werksklub.

Die großen Erfolge seines Vaters kennt Fabrice jedoch nur aus Erzählungen oder von Videoaufnahmen. 1988, beim Gewinn des UEFA-Cups, war er noch gar nicht auf der Welt. Als Rüdiger Vollborn den DFB-Pokal mit Leverkusen geholt hat, war er gerade ein Jahr alt geworden. Ein Vorbild von Fabrice ist eher René Adler, der einige Jahre bei den Vollborns gelebt hat. Ihn hat er live spielen sehen. Mit ihm ist er groß geworden. Sie verbindet eine enge Freundschaft.

Vergleiche stören ihn nicht

Aber wer ist eigentlich dieser Fabrice Vollborn (23), der möglicherweise noch in die großen Fußstapfen seines Vaters treten wird? Er hat fast seine ganze Jugend bei Bayer 04 Leverkusen verbracht. Mit vier Jahren stand Fabrice erstmals im Tor. Und es hat ihm direkt so viel Spaß gemacht, dass für ihn gar keine andere Position mehr in Frage gekommen ist – die Gene eben: „Man kann schon sagen, dass die Vollborns eine Torhüter-Familie sind“, betont Fabrice, den die Vergleiche mit seinem Vater nie gestört haben: „Ich bin damit groß geworden. So ist es eben.“

Er hat alle Nachwuchsmannschaften des Bundesligisten durchlaufen - von den Bambinis bis zur U23. 15 Jahre lang war er dort. Nebenbei hat er sein Abitur gemacht und konzentriert sich seitdem voll auf den Fußball. Als es bei Bayer 04 nicht mehr weiterging, wechselte er zur TuS Koblenz. Und nun, seit diesem Sommer, steht er in Elversberg unter Vertrag. „Ich bin jetzt ein paar Tage hier und muss sagen, dass ich ein super Umfeld vorgefunden habe“, sagt Vollborn. „Alle arbeiten extrem professionell und zielorientiert. Allen ist klar, dass wir in der kommenden Saison den Sprung in die 3. Liga schaffen wollen. Dazu möchte ich gerne meinen Teil beitragen.“

Vollborn hat den Traum vom Profifußball also noch nicht aufgegeben. Warum sollte er das auch machen? Er hat ja schließlich noch alle Möglichkeiten, den Sprung auf die große Bühne zu schaffen. Vielleicht mit der SV Elversberg. Vielleicht später mit einem anderen Klub. „Ich konzentriere mich jetzt voll auf den Fußball“, sagt Vollborn. „Alles andere kann warten.“

Zwei Jahre für den großen Sprung

Zwei Jahre will er das noch so machen. Zwar arbeitet er in Elversberg nun praktisch unter Profibedingungen. Aber Geld zum Zurücklegen bleibt nicht viel übrig: „Dann bin ich 25 Jahre alt. Wenn es bis dahin nicht geklappt hat mit dem richtigen Profifußball, werde ich ein Studium beginnen.“

Vollborn weiß ganz genau, dass er es nicht mehr auf 400 Partien in der Bundesliga bringen wird. „Ich bin ein Spätstarter“, sagt er. „Als ich damals mit 18 oder 19 Jahren in Leverkusen unter Vertrag stand, war ich einfach noch nicht so weit. So ehrlich bin ich zu mir selbst schon. Vielleicht hatte ich das Talent. Aber vom Kopf her brauchte ich einfach mal einen Perspektivwechsel.“

Diesen hat er sich dann in Koblenz geholt – es waren zwei extrem ereignisreiche und abwechslungsreiche Jahre dort: „Ich bin eigentlich als zweiter Torwart gekommen, konnte mich dann jedoch gegen meine Konkurrenten durchsetzen. Letztlich habe ich über 50 Spiele für die TuS bestritten und meist auch ordentliche Leistungen gezeigt.“ Den Abstieg in die Oberliga aber konnte auch Vollborn nicht verhindern. Erst kürzlich musste die TuS Koblenz Insolvenz anmelden.

Und nun also die SV Elversberg. Neuer Verein, neue Ziele. Aber eines hat sich natürlich nicht verändert – die Position, der Nachname, die Gene. Fabrice und Rüdiger Vollborn – eine außergewöhnliche Familiengeschichte.

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