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Serie "Familienbande"|28.07.2015|22:30

Marco Ordenewitz: Immer wieder „Mach et Otze"

Marco Ordenewitz (rechts) wird ständig auf die kuriose Szene angesprochen, mit der sein Vater Bundesligageschichte schrieb. [Foto: Fotos imago, Martin Globisch; Collage FUSSBALL.DE]

Die Ordenewitz-Brüder sind vereint. Marco Ordenewitz (25) geht beim FC Oberneuland bereits in seine zweite Saison und hat großen Anteil an dem Aufstieg von der Bezirksliga in die Landesliga. Der sieben Jahre jüngere Niklas Ordenewitz ist gerade aus der A-Jugend von Holstein Kiel nach Oberneuland gewechselt.

Beide sollen dazu beitragen, dass der Verein aus dem Bremer Osten weitere Aufstiege feiern wird. „Wir wollen wieder die zweite Macht hinter Werder Bremen werden”, sagt der Sportliche Leiter Günter Hermann. Dass die Ordenewitz-Brüder besonders im Fokus stehen, liegt alleine schon an ihrem Nachnamen.

Vater Frank Ordenewitz war ein gefürchteter Torjäger, der seine erfolgreichste Zeit in den 1980er Jahren beim SV Werder Bremen verbrachte. Er erzielte hier 37 Tore in 127 Bundesligaspielen, wurde einmal Deutscher Meister und zweimal in die Nationalmannschaft berufen. Zu seinen weiteren Stationen zählten unter anderem der 1. FC Köln, der Hamburger SV und JEF United Ichihara Chiba in Japan. Marco Ordenewitz war erst vier Jahre alt, als sein Vater im fernen Osten Torschützenkönig der J-League wurde. „Aber ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich dort im Stadion saß. Das war praktisch meine erste Fußball-Erinnerung“, erzählt der Mittelfeldspieler im Gespräch mit FUSSBALL.DE .

Training unter Skripnik

"Den Spruch höre ich ständig. Nicht nur beim Fußball"

Frank Ordenewitz wurde vor allem durch einen Spruch bekannt: Mach et, Otze! Der ehemalige Kölner Trainer Erich Rutemöller erteilte so im DFB-Pokal-Halbfinale 1991 den Befehl, Ordenewitz solle sich vorsätzlich eine Rote Karte holen, damit er für das nächste Bundesligaspiel gesperrt ist. Ansonsten hätte er wegen seiner Gelbsperre beim Pokalfinale zuschauen müssen. Auch wenn der Plan nicht aufging, weil „Otze“ für das Finale aufgrund des unsportlichen Verhaltens doch eine Sperre erhielt, wurde der Spruch deutschlandweit bekannt. Dies bekommt sein Sohn Marco Ordenewitz heute noch zu spüren. „Den Spruch höre ich ständig. Nicht nur beim Fußball, auch bei der Arbeit“, sagt der Schifffahrtskaufmann lachend.

So lange Marco Ordenewitz zurückdenken kann, spielt der Fußball eine große Rolle in seinem Leben. Der Wunsch, nach dem Vorbild seines Vaters Profifußballer zu werden, war immer präsent - und gar nicht so unrealistisch. Mit 15 Jahren wechselte er von der Oberneuland-Jugend zum SV Werder Bremen. Einer seiner Trainer war der heutige Cheftrainer Viktor Skripnik. „Ich fand ihn total genial. Da kann ich auch im Namen aller meiner damaligen Mannschaftskameraden sprechen”, sagt er. „Er war ein Kumpel-Typ, der genau wusste, wie er mit seinen Jungs umzugehen hat und Disziplin vermittelt kann. Das Training hat super viel Spaß gemacht.”

Der Traum vom Profifußball blieb für Marco Ordenewitz dennoch unerfüllt. Nicht zuletzt das Verletzungspech machte ihm einen Strich durch die Rechnung: „Von den vier Jahren dort musste ich knapp zwei Jahre wegen einer Schambeinentzündung pausieren. Als mir nach der A-Jugend mitgeteilt wurde, dass es bei Werder nicht weiter geht, wurde mir klar, dass ich wohl kein Profi werde und einen anderen Weg einschlagen muss.” Heute steht der Beruf im Mittelpunkt. Der Fußball ist lediglich noch ein Hobby. Fünf Jahre lang spielte er beim VSK Osterholz-Scharmbeck in der Oberliga und Landesliga, dann wechselte er gemeinsam mit dem damaligen Trainer und heutigen Sportlichen Leiter Günter Hermann, der im deutschen Kader der Weltmeisterschaft 1990 stand, zurück zu Oberneuland.

Traum vom DFB-Pokal

Der kleine Bruder Niklas Ordenewitz, der am 20. August volljährig wird, ist beim FCO ein vielversprechender Neuzugang. Der Linksverteidiger war erst in der Jugend des SV Werder Bremen, dann von Holstein Kiel aktiv. Nun wird er seine erste Spielzeit im Herren-Fußball absolvieren und zudem eine Ausbildung zum Karosseriebauer beginnen. „Er ist noch jung. Vielleicht klappt es bei ihm noch mit dem Profifußball”, sagt der große Bruder. Auch Marco selbst hat noch Träume im Fußball: „Es wäre toll, irgendwann einmal ein Spiel im DFB-Pokal zu absolvieren und gegen einen Bundesligisten anzutreten. Ich glaube, das ist in keinem Bundesland so einfach wie in Bremen.” Zuletzt war der FC Oberneuland 2012 im DFB-Pokal vertreten, zog damals mit Borussia Dortmund ein echtes Traumlos.

Überhaupt geht der FC Oberneuland voller Selbstvertrauen in die neue Saison. Der Aufstieg in die Bremen-Liga ist fest eingeplant. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft durch die Landesliga marschieren wird”, sagte Hermann kürzlich im Interview mit FUSSBALL.DE . Auch Marco Ordenewitz ist vom Potenzial seiner Mannschaft überzeugt. „Nach den ganzen Geschichten, die hier vorgefallen sind, muss man das langsam angehen”, erklärt er und spielt damit auf die Insolvenz im Jahre 2013 an. „Aber wir haben auch dieser Saison wieder eine super Truppe, mit der wir aufsteigen wollen.” Vater Frank Ordenewitz, der heute als Scout beim SV Werder Bremen arbeitet, wird von der Seitenlinie aus die Daumen drücken. „Er ist ein typischer Vater und immer dabei”, so der Sohnemann.

Alle Folgen der Serie:

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