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Kultfiguren des Amateurfußballs |01.05.2015|08:30

Peter Thomas ist Duisburgs Multifunktionär

An Peter Thomas kommt im Duisburger Amateurfußball niemand vorbei. [Foto: Buschmann]

Zweiter Vorsitzender beim Duisburger SV 1900, Schatzmeister beim örtlichen Fußballkreis und Mitorganisator der lokalen Hallen-Stadtmeisterschaften: An Peter Thomas kommt im Duisburger Amateurfußball niemand vorbei. Der 63-Jährige ist mit Leib, Seele und großem Herzen ein Multifunktionär im Dienste des runden Leders. „Ich mache das total gerne“, sagt Thomas und die Augen des Frühpensionärs blitzen vor Freude.

"Im Duisburger Süden sind wir die Nummer eins"

Es war 1960, als der Junge aus dem Stadtteil Wanheimerort zum ersten Mal zum Fußballplatz ging. Duisburger Sportclub 1900 hieß der Verein da noch, eine Fusion aus dem Spiel- und Sportverein Germania und dem Fußball-Club Vorwärts. Toni Turek, einer der deutschen 54er-Helden beim Wunder von Bern , spielte vor seiner großen Karriere bei Fortuna Düsseldorf hier am Kalkweg. Torjäger Adi Preißler, später Mitglied des 100.000-D-Mark-Sturms bei Preußen Münster und danach auch für Borussia Dortmund am Ball, war ebenfalls ein Talent der 1900er. Ebenso Günter Brocker, der in den 50ern für Schalke 04 spielte, ehe er ein renommierter Bundesligatrainer (unter anderem in Kaiserslautern, Bremen, Schalke) wurde.

Turek, Preißler und Brocker

Der DSV verlor derweil im Duisburger Süden bald seine Anziehungskraft für die besten Spieler aus der Umgebung verlor, denn in unmittelbarer Nachbarschaft wuchs schließlich ein Bundesligist heran: der Meidericher SV. Um nicht gänzlich in der Versenkung zu verschwinden, planten die Verantwortlichen des Sportclubs den Zusammenschluss mit dem benachbarten DFV 08, der allerdings keine Mehrheit fand.

Statt zu einem zukunftsfähigen Großklub zu fusionieren, erfolgte 1969 die Umbenennung in Duisburger Spielverein 1900, während die beiden benachbarten großen Traditionsvereine Duisburger SV und TuS Duisburg 48/99 eine Zweckehe eingingen und zu Eintracht Duisburg 48 wurden. Das Überleben im Schatten des späteren MSV Duisburg war gesichert, vor allem nach dem Umzug des DSV 1900 von der "Kampfbahn Waldfrieden" zur neuen Bezirkssportanlage an der Düsseldorfer Straße.

Hier, drei Kilometer von der prächtigen Arena der "Zebras" entfernt, spielen die Schwarz-Weißen noch heute. In der Landesliga belegt die erste Mannschaft von Trainer Ralf Kessen einen guten Mittelfeldplatz, doch was viel wichtiger ist: Der DSV ist gesund, hat neben zwei Seniorenteams, eine Altherren-Truppe und 14 Jugendmannschaften. 460 Mitglieder zählt der Einspartenverein, neben Fußball gibt es eben nichts bei den 1900ern.

„Im Duisburger Süden sind wir die Nummer eins“, sagt Peter Thomas nicht ohne Stolz, fügt aber gleich hinzu: „Wir würden uns schon freuen, wenn unser Nachbar Viktoria Buchholz aufsteigen würde. Dann hätten wir hier zwei klasse Lokalderbys mit bestimmt 1000 Zuschauern.“

Seit dem Ende der 1970er Jahre ist er wieder hier aktiv, nachdem er in der Jugend dem Fußball kurzzeitig die kalte Schulter gezeigt und Tischtennis für unter anderem den VfL Rheinhausen Tischtennis gespielt hatte. „Ich war Jugendtrainer, Betreuer bei den Senioren und haben später selbst auch wieder in den Alten Herren gespielt“, berichtet Peter Thomas.

Herrscher übers Mikro

Heute ist er zweiter Vorsitzender des Klubs und macht bei den Heimspielen der Ersten auch den Stadionansager. Hier in seiner Sprecherkabine ist er der Herrscher über Mikro und moderne Spielzeitmessung, die Uhr läuft auf seinem Tablet-PC herunter.

„Guten Tag meine Damen und Herren, liebe Fußballfreunde! Herzlich Willkommen zum Landesligaspiel zwischen unserem Duisburger Spielverein und unseren Gästen von der Spielvereinigung Sterkrade-Nord“, dröhnt Peter Thomas' kräftige Stimme über die Lautsprecher. 400 Zuschauer sind an diesem herrlich sonnigen Vorfrühlingstag an die Düsseldorfer Straße gekommen. 1:1 geht die Partie am Ende aus und Peter Thomas hatte einen ruhigen Job.

Jetzt gilt es zusammen zu packen und im schmucken Vereinsheim mit Präses Thomas Brag und dem ihm gleichgestellten Vize Erwin Roßmüller bei einem Bierchen auf den ersten richtigen Sonntag im Jahr 2015 anzustoßen. Schön hier in Wanheimerort!

Weitere Folgen der Serie:

Teil 34: Frank Schmöller: Der Aufbrauser am Seitenrand

Teil 33: Kein Regionalliga-Tag ohne Bettina Kutscher

Teil 32: Verliebt in Berlin: Ex-Profi Peter Stark und der SC Union 06

Teil 31: Opa Egon: Der älteste Fußballer Hamburgs

Teil 30: Joe Spielhoff: Mehr Horst geht nicht

Teil 29: Traute Wohlers: Die Fußball-Oma aus dem Guinness-Buch

Teil 28: Metin Yildirim: Der Spiel-Macher des VfB Bottrop

Teil 27: Axel Ueckerseifer: Der harte Hund aus Berlin

Teil 26: Maximilian Ulverich: Der Alleskönner

Teil 25: Das Tier Szopinski: Rebellischer als Rehhagel

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