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Kultfigur |08.07.2016|13:00

Leo Hagen: Deutscher Meister mit den Frisören

In Leo Hagens früherem Frisörsalon (rechts) ist so einiges an Fußballgeschichte verewigt. Die Fußballgrößen Hans-Peter Briegel (Bild links unten, Mitte) und Horst Eckel (Bild links oben, rechts) hat er kennengelernt. [Foto: Arens, privat / Collage: FUSSBALL.DE]

Er war Deutscher Meister, ist ein Spezi des 1954er Weltmeisters Horst Eckel - und hat beim SV Eifelland Waxweiler unverändert ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Zudem sieht Leo Hagen einem ganz besonderen Spiel entgegen, in dem er im Mittelfeld noch einmal die Fäden ziehen will. Der 75-Jährige ist unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Ein großes Hallo wird es am Samstag, 30. Juli, ab 17 Uhr, geben: Dann sollen auf dem Sportplatz in der Südeifelgemeinde Waxweiler noch einmal möglichst viele jener zusammen kommen, die am 11. September 1983 bei der Deutschen Meisterschaft der Frisöre für einen Paukenschlag gesorgt hatten. Mittendrin im Duell der Mannschaft der Friseurinnung Bitburg gegen eine Ü 50-Kreisauswahl ist dann Leo Hagen. „Einige Rückmeldungen fehlen mir noch. Ich hoffe, dass sich da noch was tut“, fiebert der Mittsiebziger der Partie entgegen.

Viele seiner damaligen Teamkollegen haben ihre aktive Laufbahn beendet, vier von denen, die vor über 30 Jahren für Schlagzeilen weit über die Eifel hinaus gesorgt hatten, sind bereits verstorben. „Es war in den vergangenen Jahren immer schwieriger, Leute für Spiele zusammen zu bekommen, zumal es uns auch an Nachwuchs mangelte. Deshalb wird diese Partie auch definitiv unser Abschiedsspiel sein“, berichtet Hagen, der 1980 Mann der ersten Stunde war, als sich Frisöre aus und um Bitburg regelmäßig zum Kicken trafen. Als Kapitän und später auch als Organisator prägte er die Geschichte dieser Mannschaft entscheidend mit.

Auch in vielen anderen Regionen Deutschlands gab es Anfang der achtziger Jahre Fußballmannschaften der Frisöre. An der Deutschen Meisterschaft nahmen 1983 nicht weniger als 34 Teams teil. „Wir mussten uns erst noch in einem halben Dutzend Qualifikationsspielen durchsetzen, ehe wir in der Endrunde dabei sein konnten“, erinnert sich Hagen. Seine Fußball-Künste waren damals schon hinreichend als Stürmer seines Heimatvereins SV Kruchten und später beim SV Eifelland Waxweiler erprobt.

"Horst Eckel war schon 1974 bei uns in Waxweiler und ist nach dem Spiel erst morgens um halb sieben wieder nach Hause gefahren"

Und auch beim Bundesturnier im Koblenzer Stadtteil Lützel lehrte der kantige Angreifer „Marke Horst Hrubesch“, wie er sich selbst beschreibt, der Konkurrenz das Fürchten. Da je Team auch drei Nicht-Friseure als Gäste mitwirken durften, tauchten so bekannte Namen wie der 1966 Vize-Weltmeister Lothar Emmerich bei Bad Kreuznach und im Endspiel gegen München die genauso wie „Emma“ mittlerweile verstorbene TSV-1860-Legende Rudi Brunnenmeier auf. Mit solchen Promis konnte die Bitburger Frisörinnung nicht aufwarten, bestach viel mehr durch mannschaftliche Geschlossenheit und enormen Kampfeswillen: Das Finale gegen die Kollegen aus der bayrischen Landeshauptstadt wurde dank eines Treffers von Hermann-Josef Berscheid sensationell mit 1:0 gewonnen. „Der Jubel war riesig und bereits kurz danach wurden wir vom damaligen Bitburger Stadtbürgermeister Theo Hallet offiziell empfangen und geehrt. Unser Erfolg war damals in aller Munde“, erinnert sich Hagen noch immer mit Stolz.

Nach der Trennung direkt Meister

Im Herzen der Prümtalgemeinde betrieb er von 1965 bis 2009 seinen Frisörsalon. Beim dortigen Sportverein war er 26 Jahre im Vorstand, zudem vier Jahre lang Vorsitzender, bestritt alleine mehr als 500 Partien für die Alten Herren („Mit den Jahren nicht mehr an vorderster Front, sondern mehr und mehr hinter den Spitzen.“), war Kreissachbearbeiter und in der Spruchkammer des Fußballverbandes Rheinland aktiv – und zählt auch heute noch zu den heimlichen Machern im Waxweiler Sportverein. Er steht dem aktuellen Vorstand mit seinem riesigen Erfahrungsschatz zur Seite, wenn sein Rat gebraucht wird. Dass die erste Mannschaft im ersten Jahr nach der Trennung vom langjährigen SG-Partner Lambertsberg-Oberweiler/Plütscheid in der abgelaufenen Saison gleich Meister der Kreisliga D wurde, hat die lebende Waxweiler Fußballlegende riesig gefreut.

In seine Wahlheimat konnte er im Mai des vergangenen Jahres auch jene Elf locken, zu der er seit rund zehn Jahren eine enge Beziehung pflegt und sie zu zahlreichen Spielen begleitet: Die vom zweifachen Vizeweltmeister Hans-Peter Briegel trainierte und dem 54er Held Horst Eckel als Teammanager begleitete Lotto-Elf, in der regelmäßig Fußballlegenden wie der 1974er Weltmeister Wolfgang Overath oder einstige Lauterer Idole wie Olaf Marschall, Harry Koch, 96er Europameister Stefan Kuntz spielen und mit „Euro-Eddy“ Edgar Schmitt auch ein Eifeler vertreten ist, kam zum Benefizspiel nach Waxweiler. Erinnerungen wurden da wach, wie Hagen anmerkt: „Horst Eckel war ja schon 1974 bei uns in Waxweiler und ist nach dem Spiel erst morgens um halb sieben wieder nach Hause gefahren – so gut hat es ihm schon damals bei uns in der Eifel gefallen. Seitdem haben wir eine freundschaftliche Verbindung.“

Beim neuerlichen Besuch Eckels unweit der deutsch-luxemburgischen Grenze ging es diesmal freilich nicht mehr so lange. Viel zu erzählen hatten sich die beiden früheren Deutschen Meister aus der Pfalz und der Eifel aber trotzdem wiede r...

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Folge 98: HSV, Pauli, SCVM: Gladiator kämpft für alle

Folge 97: Der rote Franz: Eine Saison, 18 Platzverweise

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Folge 89: Edelfan Werther: Koblenzer Kuhglocken-Legende

Folge 88: Manfred Müller: Elf Herzinfarkte und nicht fußballmüde

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