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Amateurstatistiken

Kultfiguren des Amateurfußballs, Teil 45 |19.06.2015|09:30

Karl-Heinz Pflumm: Der Freund der Schiris

Ein Mann und seine Schiri-Chronik: Karl-Heinz Pflumm. [Foto: Conzelmann]

Im Amateurfußball tummeln sich zahlreiche Jäger und Sammler. Da gibt es die Zuschauer, die sich ihre Eintrittskarten von jedem Spiel aufbewahren. Betreuer, die das Klubheim ständig mit neuen Vereinswimpeln verschönern, leben ebenfalls in der gesamten Republik. Auch Karl-Heinz Pflumm von der TSG Balingen gehört zu den Sammlern.

"Wenn das Gespann aus der Umgebung kam, dann haben sie hinterher schon mal mehrere Stunden mit mir am Tisch gesessen"

Seine Leidenschaft ist allerdings außergewöhnlich. Der langjährige Schiedsrichterbetreuer heftete jeden Spielberichtsbogen in eine Mappe ab. Auf die Rückseite klebte Pflumm immer ein Foto der Unparteiischen. So entstand in sieben Jahren eine dicke Chronik.

Am 17. Mai 2015 heftete Pflumm sein vorerst letztes Blatt ein. Da empfingen die Balinger in der Oberliga Baden-Württemberg den VfR Mannheim. Es war gleichzeitig Pflumms Abschiedsspiel als Schiedsrichterbetreuer. „Ich war bei den Heimspielen ja immer mehr als sieben Stunden vor Ort. Der Aufwand war mir am Ende zu viel“, sagt der 73-Jährige.

Doch die Zeit als Schiedsrichterbetreuer möchte Pflumm nicht missen. Es war 2007, als Peter Jetter ihn für diesen Posten gewann. Balingens Sportlicher Leiter wusste, dass Pflumm in den 1970er Jahren selber gepfiffen und deshalb einen guten Draht zu den Unparteiischen hatte. Deshalb holte Jetter ihn ins Team – und machte Schiedsrichter dadurch glücklich. Wer fortan Spiele im Au-Stadion leitete, konnte sich über eine Rund-um-Betreuung freuen. „Karl-Heinz Pflumm hat diesen Job auf eine ganz neue Ebene gehoben“, sagt auch Bernd Jetter.

Vor dem Anpfiff hielt der Betreuer mit seinen Schiedsrichter einen Plausch bei einer Tasse Kaffee. Nach den Spielen lud Pflumm das Schiedsrichter-Team noch in die mittlerweile abgerissenen Au-Stuben ein. Sie aßen gemeinsam und ließen die 90 Minuten noch Revue passieren. „Wenn das Gespann aus der Umgebung kam, dann haben sie hinterher schon mal mehrere Stunden mit mir am Tisch gesessen“, erzählt Pflumm.

Auch drei Schiedsrichter, die später Bundesliga-Spiele pfiffen, hatte er zu Gast. Mit Marco Fritz, Michael Kempter und Knut Kircher verstand sich Pflumm immer gut. Wobei: Der Rentner kann sich an keine Differenzen mit Schiedsrichtern erinnern. Selbst wenn ein Pfiff sein Team auf die Verliererstraße brachte und die Fans deshalb moserten, blieb Pflumm ruhig. „Den Schiedsrichtern können genauso Fehler passieren wie den Spielern und Trainern. Wichtig ist, sie trotzdem immer mit Respekt zu behandelt“, sagt der Mann aus der Schwäbischen Alb.

Diese Linie wird er auch künftig verfolgen. Pflumm hat angekündigt, seinem Verein als Zuschauer die Treue zu halten. Mit seiner Frau nimmt er dann künftig auf der Tribüne Platz. „Die Schiedsrichter haben mich schon gefragt, ob ich mich vorher in der Kabine blicken lassen werde“, sagt er. Natürlich hat er vor, den ein oder anderen Freund wiederzutreffen. Und wenn Pflumm nach den Spielen mal Zeit hat, wird er mit Sicherheit seine Chronik auspacken und mit Schiedsrichtern in Erinnerungen schwelgen.

Weitere Folgen der Serie:

Teil 44: Hauke Janssen: Deutschlands verrücktester Trainer

Teil 43: Jochen Baumann: Ältester Keeper Deutschlands?

Teil 42: Murat Karakas: Fladenbrot und Fallrückzieher

Teil 41: Robert Rosar: Feierbiest und Zahlengenie

Teil 40: ”Bredi” Breitenberger: Fan, Freund, Phänomen

Teil 39: Westheims treue Waschfrau Waltraud Fimpel

Teil 38: Peter Thomas ist Duisburgs Multifunktionär

Teil 37: Olli Hähnke: Spiel mit Zico, Kampf um Neville

Teil 36: Sepp Pfluger: Der Mann, der die Löcher stopft

Teil 35: Hans-Peter Biallas: Denker, Lenker und Wühler

Teil 34: Frank Schmöller: Der Aufbrauser am Seitenrand

Teil 33: Kein Regionalliga-Tag ohne Bettina Kutscher

Teil 32: Verliebt in Berlin: Ex-Profi Peter Stark und der SC Union 06

Teil 31: Opa Egon: Der älteste Fußballer Hamburgs

Teil 30: Joe Spielhoff: Mehr Horst geht nicht

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