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Kultfiguren des Amateurfußballs, Folge 47 |03.07.2015|15:45

Marion Jochheim: Einmal Mutti, immer Mutti

Marion Jochheim: Die Mutti des SV Trauen-Oerrel fliegt auch noch mit 59 Jahren durch das Tor. [Foto: SV Trauen-Oerrel]

Vor knapp zwei Wochen ist Marion Jochheim 59 Jahre alt geworden. In Feierlaune war sie bereits eine Woche zuvor, als sie mit der 1. Damenmannschaft des SV Trauen-Oerrel die Meisterschaft gewann und den Bezirksliga-Aufstieg perfekt machte. Zum Yoga möchte die Stammtorhüterin noch lange nicht. „Es begrüßen mich alle Gegner mit meinem Spitznamen, sogar die Schiedsrichter sagen 'Mutti' zu mir“, erzählt Marion Jochheim über ihren Kultstatus im Fußballraum Munster. Dabei begann Jochheims Vereinsfußballkarriere erst mit 43 Jahren. Als sie in Gelsenkirchen aufwuchs, kickte sie hauptsächlich mit den Jungs auf der Straße – einen passenden Verein fand sie damals nicht.

Erst als sie ins niedersächsische Trauen umzog, trat sie dem ansässigen SV bei und lebt seitdem ihre Fußballvernarrtheit in vollen Zügen. „Es ist absolut fantastisch was diese Frau jede Woche auf dem Platz abruft“, schwärmt Trainer Mario Walter über seinen Rückhalt zwischen den Pfosten. Mit fast hundertprozentiger Trainingsbeteiligung steht Jochheim seit Jahren an der Spitze des 30 Spielerinnen umfassenden Kaders. Zusätzlich trainiert sie einmal die Woche zusammen mit den Herrentorhütern des Vereins und der Trainer erkennt nach wie vor Verbesserungen. „Es ist spannend mit den Männern zu trainieren – da kann ich immer noch was lernen“, lässt die 59-Jährige ihren stetigen Ehrgeiz erkennen.

Nur zwölf Gegentore

Dass sich die Mühen lohnen, zeigt die vergangene Saison. Mit vier Punkten Vorsprung sicherte sich die Damenmannschaft des SV Trauen-Oerrel souverän die Meisterschaft in der Kreisliga und spielt in der kommenden Saison in der Bezirksliga. Marion Jochheim freut sich darauf: „Das werden wir hoffentlich auch eine Liga höher wuppen.“

"Es ist absolut fantastisch was diese Frau jede Woche auf dem Platz abruft"

Sie ist eine der Hauptverantwortlichen für den Erfolg. In 15 Spielen müsste sie nur zwölf Mal hinter sich greifen, was eine hervorragende Quote darstellt. Nur in einem Spiel wurde sie von einer Mitspielerin im Tor vertreten, welche gleich drei Gegentreffer auf einmal kassierte.

Dabei begann ihre Torwart-Laufbahn selbst als Vertretung. In einem ihrer ersten Spiele für Trauen-Oerrel spielte Jochheim als Stürmerin und das Team lag zur Halbzeit mit 0:3 hinten. „In der Halbzeit tauschte ich mit dem Torwart Positionen. Fortan hielt ich hinten den Kasten sauber und sie schoss vorne die Tore. Wir siegten letztendlich mit 4:3!“, erinnert sich Jochheim gerne. Sie fühlt sich wohl im Tor, doch wenn es der Spielplan zulässt stellt sie auch gerne noch ihre Knipser-Qualitäten in der zweiten Mannschaft unter Beweis.

Der passende Spitzname

Die „Mutti“ hat ihre Familie nicht nur auf dem Fußballplatz. „Mein Mann zieht voll mit bei meinem Hobby und meine Kinder sind zwar schon außer Haus, aber erkundigen sich stets nach meinen Ergebnissen“, erzählt Marion Jochheim stolz über den Familienzusammenhalt. Mit ihrer Tochter hat sie sogar eine Zeitlang zusammen in der Mannschaft gespielt. Um die jungen Spielerinnen im Team kümmert sie sich ebenfalls wie eine echte „Mutti“. „Dieser Spitzname ist die richtige Namensgebung für eine Frau, die zwei bis drei Mal so alt ist wie der Rest der Mannschaft und sich genauso um sie sorgt“, bestätigt Trainer Mario Walter.

Für ein harmonisches Mannschaftsgefüge ist das Gold wert, auch wenn sie bei Feiern zum 18. Geburtstag nur kurz vorbeischaut. Dafür bleibt sie bei den 30er-Feiern auch mal etwas länger.

An Aufhören denkt Marion Jochheim noch nicht. Mit 50 hatte sie mal überlegt die Schuhe an den Nagel zu hängen, aber der Fußball macht ihr einfach noch zu viel Spaß. „Bis 60 mache ich auf jeden Fall – zum Yoga will ich noch nicht!“, gibt sich Jochheim weiterhin angriffslustig. Besonders die höhere Liga reizt sie ungemein. Selbst wenn sie einmal aufhören würde, will sie „mit ihren Mädels immer eng verbunden bleiben“. Einmal Mutti, immer Mutti.

Weitere Folgen der Serie:

Teil 46: Der “Effenberg von Seeheim” macht Schluss

Teil 45: Karl-Heinz Pflumm: Der Freund der Schiris

Teil 44: Hauke Janssen: Deutschlands verrücktester Trainer

Teil 43: Jochen Baumann: Ältester Keeper Deutschlands?

Teil 42: Murat Karakas: Fladenbrot und Fallrückzieher

Teil 41: Robert Rosar: Feierbiest und Zahlengenie

Teil 40: ”Bredi” Breitenberger: Fan, Freund, Phänomen

Teil 39: Westheims treue Waschfrau Waltraud Fimpel

Teil 38: Peter Thomas ist Duisburgs Multifunktionär

Teil 37: Olli Hähnke: Spiel mit Zico, Kampf um Neville

Teil 36: Sepp Pfluger: Der Mann, der die Löcher stopft

Teil 35: Hans-Peter Biallas: Denker, Lenker und Wühler

Teil 34: Frank Schmöller: Der Aufbrauser am Seitenrand

Teil 33: Kein Regionalliga-Tag ohne Bettina Kutscher

Teil 32: Verliebt in Berlin: Ex-Profi Peter Stark und der SC Union 06

Teil 31: Opa Egon: Der älteste Fußballer Hamburgs

Teil 30: Joe Spielhoff: Mehr Horst geht nicht

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