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Kultfiguren des Amateurfußballs, Folge 78 |12.02.2016|13:00

Fitter Jacob: Derwall erkannte sein Talent

Jupp Derwall (rechts) war einst Rudolf Jacobs Lehrmeister. [Foto: Fotos imago, privat; Collage FUSSBALL.DE]

Rudolf Jacob ist ein alter Hase im Trainergeschäft: 1967 bereits machte der Saarländer den Trainerschein, anschließend feierte er mit seinen Teams mehrere Aufstiege. Heute ist er 82 Jahre alt und Fitness- und Technikcoach bei einem Saarbrücker Kreisligisten, nebenbei radelt er mit seiner Tochter durch halb Europa. Jacob ist unfassbar sportlich - und unsere Kultfigur der Woche.

Die Sportschule Saarbrücken führt alljährlich Fußballtrainerausbildungen zum Erwerb der B-Lizenz durch. Doch dieses Mal ist etwas anders. Zwischen all den jungen Köpfen der potenziellen Trainerkandidaten sticht ein deutlich älterer Herr mit lichtem grauen Haar heraus: Sein Name ist Rudolf Jacob.

"Die Spieler zeigen mir gegenüber sehr viel Respekt. Es liegt auch daran, dass ich kein Oberlehrer bin, sondern die Sprache der Fußballer spreche"

Als Neuling im Trainergeschäft kann man den 82-Jährigen aber sicherlich nicht bezeichnen. Der Saarländer machte seinen Trainerschein nämlich schon lange bevor die meisten seiner Seminarkollegen überhaupt geboren wurden. Im Mai 1967 war kein geringerer als der frühere Bundestrainer Jupp Derwall sein Lehrmeister. Über diesen weiß Jacob rückblickend nur Gutes zu berichten: "Ein hervorragender Mann. Viele Methoden, die er mir damals beigebracht hat, sind heute noch aktuell. Ein Ritterschlag war damals für mich, als er mir sagte: 'Du hast Talent'."

Bis 1976 trainierte Jacob neben dem ATSV Saarbrücken auch noch in Nunkirchen und Diefflen . Mehrere Aufstiege zählt er dabei zu seinen Trainererfolgen. Bei aller Erfahrung ist Jacob aber immer noch offen für Neues. Das ist auch der Grund für seine Gastzuhörerschaft beim dreiwöchigen Trainerseminar. Der einstige Spieler vom SV Saar 05 möchte sein bisheriges Wissen erweitern und sich mit anderen Trainern austauschen. "Es gibt viele neue Trainingsformen. Die Taktik hat sich total verändert. Alles, was ich in dem Seminar lerne, gebe ich an meine Jungs weiter - aber natürlich auch meine eigene Erfahrung", sagt Jacob.

Seit zwei Jahren gehört der ehemalige Kaufmann und Metzger zum Trainerstab des in Saarbrücken beheimateten Kreisligisten FC St. Arnual , zuständig für Technik und Fitness der Spieler. Dreimal wöchentlich steht Jacob auf dem Trainingsplatz. In seinen Übungen geht es hauptsächlich um Koordination, Training am Boden und Schussübungen. Nach jeder Einheit gibt es von der Mannschaft Applaus für den außergewöhnlichen Trainer. "Die Spieler zeigen mir gegenüber sehr viel Respekt. Es liegt auch daran, dass ich kein Oberlehrer bin, sondern die Sprache der Fußballer spreche", sagt der 82-Jährige.

Auch wenn er mal nicht auf dem Fußballplatz steht, ist Jacob weiter sportlich aktiv. Dreimal in der Woche zieht es ihn ins Fitnessstudio. Und neben dem Fußball ist das Radfahren die zweite große Leidenschaft des Saarbrückers. Die Rede ist hier allerdings nicht nur von kleineren Touren in die nähere Umgebung. Seit 1983 fährt Jacob regelmäßig große Strecken von mehreren tausend Kilometern. Sein erstes Ziel war Nizza. Zwischen 2010 und 2015 radelte er viermal mit seiner Tochter nach Spanien. Insgesamt sind bei seinen Fahrten mittlerweile mehr als 100.000 Kilometer auf dem Rad zusammengekommen.

Geht es nach Rudolf Jacob, soll die Tour im vergangenen Jahr noch lange nicht seine letzte gewesen sein: "Wenn Gott will, geht das noch ein bisschen so weiter. Das wäre mein Traum."

Weitere Folgen der Serie:

Teil 77: Daniel Kübler: Der Mann, der Frauenwünsche erfüllt

Teil 76: Wagners WM-Wette: 85-Jähriger seit 1974 Schiri

Teil 75: Julian Schiebe: Mit 21 schon Vizepräsident

Teil 74: Reini Boldt: Kult-Zeugwart mit sieben Kindern

Teil 73: Knopp in Koblenz: Tag und Nacht da für die TuS

Teil 72: Benno Kischnick: Linienrichter seit 50 Jahren

Teil 71: Der blinde Pressesprecher: Manuel Beck beeindruckt!

Teil 70: Ilse Kuck (81): Die Kassiererin der Herzen

Teil 69: Ede Strehl: Für Bochum so wichtig wie die Uni

Teil 68: Onur Ulusoy: Der Junkie mit dem großen Traum

Teil 67: Vater Sczurek (57): Leistungsträger beim eigenen Sohn

Teil 66: 500 Buden: Gerd Müller, der Bomber vom Neckar

Teil 65: Michael Wurst: Schräger Vogel mit drei Leben

Teil 64: Wäschefrau Johanna Bus: Mit Neururer fing alles an

Teil 63: Grotifant vom KFC Uerdingen: Der Rockstar unter den Maskottchen

Teil 62: Der treue Theele: 500 Ligaspiele in Folge

Teil 61: Kultfigur Paul Kluth: Mit 82 Jahren immer noch Schiri

Teil 60: Anton Plattner: Tiki-Taka mit dem Altmeister

Teil 59: Die Ibrahimis: Hier pfeift die Schiri-Familie

Teil 58: Hier kommt Kurt: Auch mit 81 noch der Macher

Teil 57: Mirko Kluges schlauer Plan: Kicken statt Langeweile

Teil 56: Talent-Spürnase Wimmer: Er förderte Schweini

Teil 55: Legende Burgbacher: Keine fliegt so schön

Teil 54: Der Trainer-Trainer-Spieler: Markus Marburg ist Kult!

Teil 53: Hans Lubberich: Der 650-Kilometer-Chronist

Teil 52: Urgestein Karl Schmidt: Vorbild seit 1948

Teil 51: Mr. Meckinghoven: Wassereis statt Magnum Gold

Teil 50: Wie Treter Dieter Becker zum Kultschiri wurde

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